Bei schönen Sonnentagen im September waren die Kinder der Christenlehre der Kirchengemeinde Barchfeld im Hainich unterwegs um über Gottes Schöpfung nachzudenken und diese zu durchwandern. Geschlafen wurde in Baumhäusern ohne Heizung und Strom. Seinen Abschluss fand die Fahrt in einem Abendmahlsgottesdienst am Sonntagmorgen im Grünen. An der Wanderrast an der Betteleiche kamen die Kinder mit anderen Wanderern ins Gespräch.

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Unter dem Motto “Laudato si, o mi signore” – “Gelobt seist Du, o mein Herr”, den Eröffnungsversen des Sonnengesangs des Franz von Assisi feierten die Kirchengemeinden Barchfeld und Herrenbreitungen am 6. September einen Freiluftgottesdienst zum Tag der Schöpfung am “Schwarzen Hecht” in Barchfeld. Der Gottesdienst fand statt im Rahmen der Festwoche “80 Jahre Sportangelverein Barchfeld”, wozu die Kirchengemeinden dem Sportangelverein herzlich gratulierten und Gottes Segen für die weitere Vereinsarbeit wünschten. Im Anschluss sorgte der Sportangelverein mit Köstlichkeiten vom Grill und aus der Räucherkammer sowie selbstgebackenen Torten und Kuchen für Verpflegung und Genuss.

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Am 10. Mai feierten die Kirchengemeinden Barchfeld und Herrenbreitungen Konfirmation. In festlichen und bewegenden Gottesdiensten, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor Herrenbreitungen und “CHORios”, bekannten sich 16 Jugendliche zu Ihrem Glauben und wurden gesegnet.

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vom 23. Juni bis 4. Juli besuchte eine Jugendgruppe aus Barchfeld Israel. Die Gruppe hatte sich zuvor mit dem Leben und Schicksal der Barchfelder Juden beschäftigt. Darüber war ein freundlicher Kontakt zu einem Nachkommen der einst in Barchfeld lebenden jüdischen Familie Wolf entstanden. Auf seine Einladung hin, besuchten wir ihn und seine Familie und sein Land. Wir gedachten der Shoa an zahlreichen Gedenkorten, lernten das Leben in einem Kibbutz kennen, besuchten eine weiterführende Schule, nahmen Einblick in die Vielfalt der Religionen und die Schönheit Israel. Aber wir nahmen auch wahr, wie wenig selbstverständlich es ist, selbst in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht und dessen Grenzen offen sind. Wir verlebten Tage voller bleibender Eindrücke in Regba, Gesher Haziv und Jerusalem. Die Reise wurde ermöglicht durch Fördermittel der Harold-Bob-Stiftung, der Buber-Rosenzweig-Stiftung, der Axel-Springer-Stiftung, des Kirchenkreises Schmalkalden, der Kommune Barchfeld-Immelborn und des Posauenchores Barchfeld. Wir bedanken uns herzlich  bei allen Fördermittelgebern.

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Am 5. Juli feierten der Evangelische Kindergarten Barchfeld und die Kirchengemeinde Barchfeld ihr Sommerfest, bei dem die Schulanfängerkinder des Evangelischen Kindergartens traditionell eine Zuckertüte “ernten” und mit Gottes Segen aus dem Kindergarten in die Schule verabschiedet werden. Eingebettet war das Sommerfest in diesem Jahr in ein großes Familienfest, das mit der Kommune Barchfeld-Immelborn und den ortsansäßigen Vereinen im historischen Ortskern Barchfelds an der Kirche und rund um die Schlösser gefeiert wurde. Jung und alt war auf den Beinen. Mit Neugier und Freude wurden die zahlreichen kulinarischen und Kulturellen Angebote angenommen. Am Abend rundete ein Public-Viewing der Fussball-WM im Steinschen Schloss einen großartigen Tag ab.

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Mit großer Freude, tiefgehender Innerlichkeit und reger Beteiligung feierten die Kirchengemeinden Barchfeld und Herrenbreitungen “Ostern zuhause”. Ihren krönenden Abschluss fand die Festwoche am Ostermontag mit einem Freiluftgottesdienst unter blauem Himmel am “Schwarzen Hecht” in Barchfeld. Die Musik gestaltete der Posaunenchor, für die Verpflegung sorgte der Sportangelverein Barchfeld. Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen der Aktion “Ostern zuhause” mehr als 850 Besucherinnen und Besucher teil.

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Einen Überraschungsbesuch statte dem Evangelischen Kindergarten Barchfeld im Advent Soldaten der Patenkompanie ab. Die Kameraden des Panzerbataillons aus Bad Salzungen brachten Pfefferkuchen und Schokoladen und erhielt ein Lied und fröhliche Kindergesichter zum Dank.

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Im Rahmen einer einprägsamen Zeremonie, begleitet von zahlreichen Bürgern des Ortes, wurden am 27. September die ersten Stolpersteine in Barchfeld verlegt. Sie erinnern an vier Mitglieder der jüdischen Familie Wolf. Karl, Gertrud und Robert Wolf wurden während der Zeit des Nationalsozialismus ermordet. Berthel Wolf gelang die Flucht. Sie wanderte nach Israel aus. Ihr Sohn, Dan Aron, war mit seiner Familie bei der Verlegung der Stolpersteine dabei und erinnerte mit ergreifenden Worten an das Schicksal seiner Familie. Familie Wolf war eine von zahlreichen jüdischen Familien in Barchfeld. In Barchfeld war eine der größten jüdischen Gemeinden Südthüringens zuhause. Während des “Dritten Reiches” wurde sie gewaltsam ausgelöscht. Die Evangelische Kirchengemeinde, der Heimat- und Geschichtsverein sowie die Kommune Barchfeld erinnerten in diesem Jahr bereits in mehreren Veranstaltungen an das Leben und das Schicksal der Barchfelder Juden.

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Die Christenlehrekinder Barchfelds waren unterwegs im UNESCO-Welterbe Nationalpark Hainich – auf den Spuren der Wildkatzen und inmitten der Schöpfung Gottes. Während zwei Nächten im Baumhaus und einer langen Wanderung durch den Buchenwald lernten die Kinder die Natur auf vielfältige Weise kennen und erfuhren von der  Notwendigkeit, die Schöpfung zu schützen.

 

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Vor der Sommerpause gingen der Frauennachmittag Barchfeld und die Frauenhilfe Herrenbreitungen samt Gästen aus Frauenbreitungen und Immelborn auf jeweils eine Bustour in die Region. Mit den Barchfeldern ging es zu einem Spaziergang auf dem “Weg der Hoffnung” am Point Alpha, die Breitunger erkundet die Dolmarregion, u. a. mit dem Friedhofsmuseum in Kühndorf.

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